Erstdurchforstung – je früher desto mehr Ertragspotenziale lassen sich aufbauen

Wald

Durchforstungseingriffe sind notwendig weil es mit zunehmendem Alter und steigendem Standraumbedarf  einzelner Bäume zu einem immer stärkeren Konkurrenzdruck im Bestand kommt. Unabhängig von ihrer Qualität werden sich auf Dauer nur die  konkurrenzkräftigsten Individuen durchsetzen. Die weniger vitalen Bäume werden dagegen überwachsen und fallen in der Folge mehr oder weniger ganz aus.
In diesem natürlichen, zufallsbedingten Ausscheidungsprozesses sind die überlebenden Bäume nicht immer auch die wirtschaftlich wertvollsten Exemplare. Häufig sind gerade die vitalsten Individuen starkästiger oder weisen qualitativ unbefriedigende Schaftformen bzw. andere gravierende Fehler auf.  Mit dem Waldpflegetrainer werden bei der Erstdurchforstung folgende Schwerpunkte festgelegt:

  • Auswahl der Zukunftsstämme (Z-Stämme)

Konkurrenzstarke und gesunde Bäume mit hervorragender Schaftqualität und entwicklungsfähiger Krone sowie guter wirtschaftlicher Verwertbarkeit werden für den Endbestand ausgewählt.

  • Aushieb der Konkurrenten

Darunter versteht man die Entfernung konkurrenzstarker Bäume, die die Krone der Zukunftsstämme einengen, die eine schlechte Schaftqualität haben (grobastig, bogig, unschnürig, stark abholzig oder drehwüchsig) und geringen Ertrag erwarten lassen. Je nach Wuchsgebiet und Betriebsziel des Waldeigentümers werden Zukunftsbäumen analysiert und  nach den Prinzipien der moderne Strukturdurchforstung oder Auslesedurchforstung ausgezeigt und herausgearbeitet. Die perfekte Vorbereitung der Rückung unter größtmöglicher Schonung des verbleibenden Bestandes schließt die Arbeit des Waldpflegevereins in der Erstdurchforstung ab.

SK-CMS by Webdesign SchwarzerKater.at - Artikel ID: 6 (Letzte Änderung: 26.07.2011 11:56:00)
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